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Das Modelabel Calvin Klein

Zu den ultimativen Superlabels der Mode- und Luxusindustrie gehört zweifelsohne der Name Calvin Klein.

Der 1942 geborene New Yorker stammt wie sein Kollege Ralph Lauren aus der Bronx und bildet mit Lauren und Tommy Hilfiger das Trio der großen US-Designer, für die der amerikanische Traum in Erfüllung gegangen ist.

1968 hebt er mit seinem Jugendfreund Barry Schwartz die Calvin Klein Ltd. aus der Taufe, stellt hauptsächlich Mäntel her und vertreibt sein kleines Sortiment im New Yorker Kaufhaus Bonwit Teller.

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Mit seinen Kollektionen prägt Calvin Klein in den 70er Jahren einen klassizistischen Stil: Lässig und schnörkellos sind die Kleidungsstücke. Sie werden ganz im Kontrast zum viel verwendeten Polyester dieser Jahre aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Leinen, Tweed, Kaschmir und Wildleder gefertigt. Die Mode aus dem Hause Calvin Klein ist bald so erfolgreich, dass sie den Beinamen “All American Look“ erhält. Die Damenlinie orientiert sich dabei stark an der Herrengarderobe: Eng anliegend, gerade geschnitten und unisexuell.

So spielt gerade die Geschlechtslosigkeit der Kreationen eine zentrale Rolle, die im Laufe der Jahre vom „Pionier der Designer-Jeans“ nicht nur mit den bewussten Hosen propagiert wird. Auch das Parfum „ck one“ ist für Männer wie Frauen gedacht; 1994 wird Kate Moss als überschlanke, nackte Lolita mit der Werbekampagne für den Duft Obsession zur Verkörperung von geschlechtsneutraler Schönheit. Die Düfte dieser Marke gehören zu den meistverkauften der Welt.

Überhaupt sind es die Werbestrategien, mit denen sich das Label Calvin Klein ins Gespräch bringt. 1979 setzt Starfotograf Richard Avedon die blutjunge Brooke Shields in hautengen Röhrenjeans in Szene. Der freche Slogan dazu: „Weißt Du, was zwischen mich und meine Calvins kommt? Nichts!“ Amerika ist vorhersehbar geschockt, die Calvins werden zu Bestsellern.

Fotos des sportgestählten Schauspielers Mark Wahlberg in weißem Schlüpfer machen die Marke Calvin Klein zum Vorreiter auf dem Gebiet der Designer-Unterwäsche. 2004 zeigt der schwedische Fußballer Freddie Ljungberg seinen Waschbrettbauch für das Label.

Ob bei Hosen, Dessous oder Sportartikeln: Wichtig ist, dass der Markenname Calvin Klein oder „ck“ deutlich zu sehen ist und sich nicht auf der Innenseite verbirgt. Damit läutet der geschäftstüchtige Amerikaner in den 80er Jahren den Logo-Wahn ein, der sich bis weiter in die 90er Jahre verbreitet und immer noch anhält.

Quelle: Dumonts Kleines Lexikon der Mode

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